Durch die Alpen zu fahren bedeutet, idyllische Bauernhöfe und grüne Wiesen mit Kühen zu erspähen, tiefblaue Seen zu erkunden und sich durch Serpentinenstraßen zu winden. Die Schweiz ist Natur pur. Aus genau diesem Grund ist sie ein so beliebtes Urlaubsziel für Menschen aus aller Welt, doch die Reise braucht auch eine sorgfältige Planung, wenn man das Abenteuer sorglos genießen möchte. Ob im gemieteten Wagen oder dem eigenen Auto – nur, wenn die Technik stimmt und man sich mit den Besonderheiten der Schweizer Straßen auskennt, lassen sich die Passstraßen problemlos befahren.
Die optimale Route
Je nachdem wie viel Zeit man hat und wofür man sich genau interessiert, kann man beim Schweizer Roadtrip zwischen Klassikern und echten Geheimtipps wählen. Die Grand Tour of Switzerland zum Beispiel ist eine der bekanntesten und beliebtesten Panoramastrecken der ganzen Schweiz und verbindet echte Juwelen des Landes auf mehr als 1.600 Kilometern. Alternativ kann man auch den Gotthardpass befahren und dort die Serpentinen und die gute Aussicht genießen oder stattdessen den Tunnel nehmen und sich dabei etwas Zeit ersparen.
Die Entscheidung hängt sowohl von den Zielen der Reise als auch von der Reisezeit ab, denn viele Pässe sind während des Winters geschlossen und dementsprechend nicht befahrbar. Neben den Pässen sind aber auch die Städte einen Besuch wert. Stopps in Zürich, Luzern und Genf laden zum Bummeln und Kaffeetrinken ein, während man die Architektur bestaunt und vielleicht sogar ein bisschen Schokolade probiert. Egal, wofür man sich entscheidet, lohnt es sich, die Reise im Vorhinein zu planen und eine grobe Idee zu haben, die Etappen aber auch bei Bedarf anzupassen und entsprechend flexibel zu bleiben.
Digitale Aspekte der Reiseplanung
Natürlich ist beim modernen Roadtrip immer das Navi mit dabei. Das Gerät oder die Apps auf dem Handy können einen frühzeitig über Staus informieren und zeigen oft auch Straßensperren und jahreszeitliche Schließungen an. Dazu kommt das digitale Buchen der Vignette für die Schweiz, denn auf den Schweizer Straßen gilt Mautpflicht und ohne Vignette wird es teuer, wenn man erwischt wird und Bußgeld zahlen muss. Was früher der Kleber auf der Windschutzscheibe war, ist heute der digitale Nachweis, der ganz einfach ans Nummernschild geknüpft wird und sofort nach dem Kauf im System hinterlegt und damit gültig ist. Das spart Zeit am Grenzübergang und vermeidet das leidige Kratzen an der Windschutzscheibe, wenn man wieder zu Hause ankommt.
Besondere Verkehrsregeln in der Schweiz
Nun sollte man sich in einem fremden Land immer über die örtlichen Geschwindigkeitslimits im Klaren sein und das ist gerade in der Schweiz wichtig, denn die Bußgelder sind hier besonders hoch. Auf den Autobahnen gilt ein Limit von 120 km/h, außerorts sind es 80 km/h und innerorts, sofern nicht anders ausgeschildert, 50 km/h. Außerdem muss auch tagsüber mit Licht gefahren werden, ob es gerade neblig ist oder nicht. Und wer in den Städten parkt, sollte über die sogenannten Blauen Zonen Bescheid wissen, denn in ihnen ist es wichtig, eine Parkscheibe mitzuführen oder aber die Apps für die Parkgebühren zu nutzen. Die Schweiz ist digital, hat aber auch ihre Regeln. Als Besucher sollte man sich unbedingt an sie halten und im Zweifelsfall nachfragen. Denn wenn man Land und Leute respektiert, wird man an den bisher unbekannten Orten mit offenen Armen willkommen geheißen. Und dann kommt man auch gerne wieder.